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08.10.2005

Nr. 135

FDP: Innendeputation versäumt Streichung der Rasselisten

BREMEN. "Es ist unlogisch, dass Hunde aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse per Gesetz als gefährlich eingestuft werden. Die Innendeputation hat es in der Sitzung am letzten Donnerstag versäumt die Rasselisten aus dem Gesetz zu streichen", meint der FDP-Landesvorsitzende Peter Bollhagen. "Die Gefährlichkeit von Hunden lässt sich nur individuell und nicht an Hand einer Rasse bestimmen".

Im Allgemeinen sieht die FDP die gestrige Entscheidung der Innendeputation das "Kampfhundesgesetz" zu verschärfen und einen Sachkundenachweis einzuführen als Schritt in die richtige Richtung. Die FDP fordert seit langem, dass Halter verhaltensauffälliger gewordener Hunde einen Sachkundenachweis über die Befähigung zum artgerechten Halten und Führen von Hunden zu erbringen haben. Darüber hinaus sieht es die FDP als sinnvoll an, verhaltensauffällige und gefährlicher Hunde selbst einem Wesenstest zu unterziehen.

"Nicht nachvollziehbar ist jedoch, dass durch das derzeitige Gesetz ganze Hunderassen vorsätzlich als gefährlich eingestuft werden und einen Maulkorb tragen müssen. Die Aggressivität von Hunden hängt nicht von der Rasse ab, sondern liegt in der Verantwortung des Halters. Zum Beispiel hat es in den vergangenen Jahren nicht einen einzigen Vorfall mit Bullterriern gegeben. Pausschale Listen taugen also nicht", so der FDP-Chef weiter. Die Rasselisten sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich und verstoßen von daher schon gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. "Es ist für den Bürger nicht verständlich, dass Hunde bestimmter Rassen in Bremen gefährlicher sein sollen, als im Bremer Umland", meint Bollhagen abschließend. Rasselisten sind pauschalisierend und ungerecht und daher aus dem Gesetz zu streichen.
 

Kontakt:
stellv. Landesvorsitzender
Dr. Magnus Buhlert
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